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Laura Hinrichsmeyer, GOODBYE Deutschland, 2019, Ausstellungsansicht, Loggia, München
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Iza Tarasewicz, Laura Hinrichsmeyer, Yutie Lee & Jonathan Penca, Schickern, 2019, Ausstellungsansicht, Loggia, München
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Aline Bouvy, Maturity, 2018, Ausstellungsansicht, Loggia, München
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Laura Hinrichsmeyer, GOODBYE Deutschland, 2019, Ausstellungsansicht, Loggia, München
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Lectureperformance von Jan Erbelding, 2019

Vienna Art Spaces: Loggia

November 9, 2019
Text by Christian Glatz
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Laura Hinrichsmeyer, GOODBYE Deutschland, 2019, Ausstellungsansicht, Loggia, München

In der Reihe »Vienna Art Spaces« bietet das PW-Magazine Einblicke in die dynamische Landschaft der Räume für zeitgenössische Kunst in Wien.

Nun ist es offiziell: Loggia eröffnet eine zweite Dependance in Wien. Ziemlich ungewöhnlich für einen Kunstraum, oder?

Stefan Fuchs: Aus unserer Perspektive ist es gar nicht so ungewöhnlich. Es manifestiert sich räumlich ein Zustand, der schon lange Realität ist: nämlich, dass »Artist-Run Spaces« schon seit Jahren zunehmend international agieren.

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Iza Tarasewicz, Laura Hinrichsmeyer, Yutie Lee & Jonathan Penca, Schickern, 2019, Ausstellungsansicht, Loggia, München

Es lässt sich in eurem Münchner Programm durchaus eine gewisse Wiener Schlagseite erkennen. Wird sich ergo in Wien ein Hang zur Münchner Szene zeigen?

Stefan: Wir sind am Dialog mit Künstler*innen interessiert und wollen lieber beide Orte zusammendenken. Das ist ja unsere persönliche Realität, da Yves in Wien wohnt und ich München. Aber natürlich werden wir auch Künstler*innen aus unserem Münchner Kontext hier zeigen und wünschen uns den bereits bestehenden Austausch zwischen beiden Szenen, der sich in den letzten zwei Jahren aufgebaut hat, noch zu intensivieren.

Yves-Michele Saß: Konkret planen wir in München weiterhin den Fokus auf Einzelausstellungen zu legen und in Wien stärker kollaborative Projekte wie Gruppen und Duo-Ausstellungen zu realisieren.

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Aline Bouvy, Maturity, 2018, Ausstellungsansicht, Loggia, München

Wie unterscheidet sich die Münchner »Off-Szene« von der in Wien?

Stefan: Sie ist bedeutend kleiner, hat nicht die Tradition wie in Wien und aufgrund der Immobilienpreise ist es bedeutend schwerer bezahlbare Freiräume zu finden.

Yves: Es werden auch bedeutend weniger Drogen konsumiert.

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Laura Hinrichsmeyer, GOODBYE Deutschland, 2019, Ausstellungsansicht, Loggia, München

Welche Kriterien sind euch in der Zusammenarbeit mit Künstler*innen wichtig?

Stefan: Neben der künstlerischen Qualität, die für uns an erster Stelle kommt: Geduld, Empathie und menschliche Integrität.

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Lectureperformance von Jan Erbelding, 2019

Welche langfristigen Ziele verfolgt ihr mit eurer Arbeit? Gibt es Pläne, etwas an eurer nicht-kommerziellen Ausrichtung zu ändern?

Stefan: Ein langfristiges Ziel ist es zur Diversität von Bodenbelägen in der Kunst beizutragen. Ansonsten haben wir nur das zeitlose Ziel, krass gute Kunst zu zeigen und dafür die besten Bedingungen zu schaffen.

Yves: Ich sehe Kunst in der langen Tradition spiritueller Praxis und habe daher große Sympathien für das monastische Businessmodell »Bettelorden«. Spenden, Mitgliederbeiträge und öffentliche Gelder haben unsere bisherige Arbeit ermöglicht und das wird auch so bleiben.

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Künstler*innen und Loggia, München/Wien.

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