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Foto von Marcella Ruiz Cruz
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Foto von Marcella Ruiz Cruz

Marlies Wirth & Paul Feigelfeld: »Intelligenz ist immer künstlich«

September 19, 2019
Text by Christian Glatz
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Foto von Marcella Ruiz Cruz

Marlies Wirth und Paul Feigelfeld haben für das MAK die Ausstellung »Uncanny Values. Künstliche Intelligenz & Du« kuratiert, in der im Rahmen der Vienna Biennale for Change die sozialen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz untersucht werden. Mit PW-Magazine sprechen die beiden über das »Unvertraute im Vertrauten«, die menschlichen Unheimlichkeiten im Umgang mit Technologien und warum sie in ihrer Ausstellung »viele Bögen machen, aber nicht um irgendwas herum«. Ein Interview von Christian Glatz mit Fotos von Marcella Ruiz Cruz.

Der Titel der diesjährigen Vienna Biennale ist Vienna Biennale for Change. Inwiefern unterstützt die Ausstellung »Uncanny Values«, die sich auf das Unbehagen gegenüber künstlicher Intelligenz bezieht, diese befürwortende Einstellung »for Change«?

MW: Die Vienna Biennale wurde ja 2015 unter dem Motto »Ideas for Change« ins Leben gerufen. 2017 haben wir uns unter dem Titel »Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft« mit dem Zusammenhang von Kultur, Gesellschaft, Arbeit, Produktion und Technologie befasst – es wurde klar, dass »for Change« ein wichtiger Aspekt bleiben wird, da der Anstoß zur Veränderung unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen von uns Menschen kommen muss, und nicht selten aus der künstlerischen und designerischen Avantgarde. Es wurde daher zusammen mit den Partnerinstitutionen beschlossen, die gesamte Biennale als »Vienna Biennale for Change« zu bezeichnen. Mit der Prämisse von 2019 »Schöne Neue Werte. Unsere digitale Welt gestalten« und dem Auftrag, eine Kulturausstellung zu den Potenzialen und Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf alle Lebensbereiche zu konzipieren, steht bei »Uncanny Values« eine Veränderung der Wahrnehmung von und Haltung zu Technologie und Werten im Vordergrund, ein »Change of Perception« durch den Filter von Kunst und KI.

PF: Wandel ist grundsätzlich immer zu unterstützen, wir haben aber bewusst einen weniger affirmativen, sondern kritischeren Blick auf durchaus unheimliche Entwicklungen gewählt, wobei es uns nicht um Dystopien geht. »Schöne Neue Werte« ist ja ebenso an Aldous Huxley angelehnt. Der Fokus lag auch bei uns auf den Werten, aber eben nicht zentral auf gesellschaftlichen, humanistischen, aufklärerischen, sondern auch auf infrastrukturelleren, unsichtbareren Werten, z.B. denen, die eine Gleichung, eine Algorithmus zum Laufen bringen, nichtmenschlichen, epistemischen Werten, ephemeren künstlerischen Werten oder dem Zusammenhang zwischen kryptologischen Werten und finanziellen.

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Foto von Marcella Ruiz Cruz

Die Vienna Biennale ist eine Biennale die Kunst, Design und Architektur miteinander verbindet. Was ermöglicht diese Interdisziplinarität und was sind die Schwierigkeiten?

MW: Dem MAK als Gründungsinstitution der Vienna Biennale war es wichtig, die unserem Museum inhärente spartenübergreifende Ausrichtung weiterzutreiben. Gerade in Anbetracht der großen Herausforderungen unserer Zeit – um nur die »Big 3« zu nennen: Digitalisierung, Klimawandel und soziale Nachhaltigkeit – ist ein gesamtheitlicher Blick gefragt – nicht nur das Zusammenwirken von Kunst, Design und Architektur, sondern in enger Verknüpfung mit Wissenschaft, Forschung, Produktion und der Zivilgesellschaft. Für die Konzeption und Umsetzung des neuen MAK DESIGN LAB im Rahmen der Vienna Biennale sind alle Themenbereiche quasi »interdisziplinär« erarbeitet worden, teilweise auch zusammen mit SchülerInnen und StudentInnen, also der nächsten Generation. In der Ausstellung »Uncanny Values« stehen wissenschaftliche Beiträge (wie u.a. »Anatomy of an AI System« von Kate Crawford und Vladan Joler, die »Evolution of Machinic Intelligence« von Matteo Pasquinelli oder die Recherche zur Genealogie von Intelligenz und Technologie »Sources & Devices« von Christoph Engemann und Paul Feigelfeld) gleichberechtigt neben den künstlerischen Arbeiten und Designprojekten, eingebettet in dem Ausstellungsdisplay des Architekturteams Some Place Studio und dem KI-basierten Kommunikationsdesign von Process Studio. Auch inhaltlich war uns von kuratorischer Seite die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team ein großes Anliegen und die Ausstellung konnte nur so gelingen.

PF: Unsere Haupt-Commission »Asunder« von Tega Brain, Julian Oliver und Bengt Sjölén demonstriert das sehr gut. Alle drei sind sowohl Künstler als auch Aktivisten, Ingenieure, Hacker, Geisteswissenschaftler, Designer usw. Das heißt, der Begriff Interdisziplinarität greift eigentlich gar nicht mehr und ist sogar wenig sinnvoll, um die Komplexität unserer Wirklichkeiten zu adressieren. Sie haben einen Mini-Supercomputer gebaut, der live KI-Modelle errechnet, die basierend auf GIS Daten, Klima, Bevölkerung, Umweltfaktoren etc. globale Modifikationsszenarien durchdenkt. Viele andere Künstler der Ausstellung sind ebenfalls überall zuhause – ich glaube, anders geht es gar nicht.

Ihr zeigt nicht nur zeitgenössische Arbeiten, sondern auch historische technologische Werke. Welcher Gedanke steht dahinter?

PF: Ganz einfach, es ist kein neues Thema und es ist wichtig, das zu verstehen. Kunst, Technologie und Intelligenz funktionieren immer schon nur durch – und miteinander und haben eine gemeinsame Evolutionsgeschichte. Ab dem Zeitpunkt, an dem wir auch nur ein Steinchen in den Sand legen, einen Punkt oder Strich zeichnen und anfangen, Modelle zu denken, ist eine KI am Werk. Sie ist nicht außerhalb, sondern Teil von uns und in diesem Sinn gar nicht künstlich. Maschinell oder künstlerisch könnte ein treffenderer Begriff sein. Oder noch weiter: Intelligenz ist immer künstlich.

MW: Nicht zuletzt deshalb haben wir auch einen Medientheoretiker als Gastkurator eingeladen! Unsere Tools und Technologien gestalten seit jeher unsere Welt mit. Als Museum bzw. Kulturinstitution ist es uns wichtig, gerade beim Thema KI nicht auf die neuesten Gadgets zu fokussieren, sondern über die medienhistorische Herleitung einer solchen Technologie eine Analyse der Gegenwart und möglichen Zukunft anzustellen. Ganz abgesehen davon erzeugt nicht immer nur das Neue Relevanz – an den historischen Arbeiten lässt sich gut unser kultureller Umgang mit Medien ablesen.

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Foto von Marcella Ruiz Cruz

Wie habt ihr euch im Vorfeld dem Thema genähert und wie ist das Konzept für das Ausstellungsdesign entstanden?

MW: Die Ausgangslage für das Projekt war die Vienna Biennale 2017, wo das MAK in Kooperation mit dem Vitra Design Museum und dem Design Museum Gent die umfassende internationale Wanderausstellung »Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine« entwickelt hat. Es wurde schnell klar, dass die Essenz dieser Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz liegt, und es im Hinblick auf »Machine Learning« spannend sein wird, was hier gelernt wird, von wem und auf Basis welcher Haltungen oder Werte. Daraus hat sich das Generalthema der diesjährigen Biennale entwickelt. Mit »Uncanny Values« haben wir uns dem Thema KI über die Kunst genähert, wollten aber auch »angewandte KI« in die Ausstellung einbeziehen. Das haben wir vor allem beim Kommunikationsdesign umgesetzt, das von Process Studio (Martin Grödl und Moritz Resl) mit uns konzipiert wurde. Das Herzstück sind die »AImojis«, die mit Hilfe eines DCGAN (Deep Convolutional Generative Adversarial Network) auf Basis der knapp 3.500 häufig verwendeten Emojis generiert wurden. Auch ein spezieller Font wurde so erschaffen. Für unser »uncanny« Ausstellungsdisplay haben wir das junge Architekturbüro Some Place Studio (Bika Rebek und Daniel Prost) eingeladen. Die MAK Ausstellungshalle ist ja komplett ohne Wände – dem offenen, vernetzten Ausstellungskonzept folgend haben wir uns eine Lösung mit unterschiedlichen Graden von Transparenz gewünscht. Layer um Layer kann man die Ausstellung erkunden. Die geschwungenen Module sind mit semitransparenten Textilien bespannt und lassen immer wieder Teile von anderen Installationen und Themenbereichen durchscheinen, zugleich erscheinen sie durch die Bespannungen obskur. Das ist eine Fortsetzung des Konzepts auf Metaebene. Auch die schemenhafte Bewegung der BesucherInnen dahinter gibt eine »unheimliche« Atmosphäre.

PF: Ich komme aus der Berliner Schule von Friedrich Kittler und forsche schon lange unter anderem zu künstlicher Intelligenz, ihrer Entstehung und Implikationen, auch im Zusammenhang mit Kunst. 2017 habe ich im Rahmen von curated by in der Galerie Crone eine Ausstellung mit dem Titel »Künstlerische Intelligenz« gemacht, in der einige erste kleine Schritte in diese Richtung steckten. Marlies und ich kennen uns auch bereits von der letzten Biennale, bei der sie mich als wissenschaftlichen Berater für »Hello, Robot.« dazu geholt hat. Unsere Vorarbeiten liefen daher sehr natürlich ab, wir haben gemeinsam recherchiert, viel ausprobiert und vor allem auch mit dem Rest des Teams jede Woche zusammengesessen. Wir haben 21 Themen ausgewählt, die uns signifikant erscheinen, um zu demonstrieren, wo und wie KI unsere Welt und Wirklichkeiten mitdenkt, von KI & Krieg und KI & Liebe hin zu KI & Ökologie. Moritz Resl und Martin Grödl von Process Studio haben das gesamte grafische Konzept und die DCGAN generierten AImoji und den Uncanny Font gemacht und Bika Rebek und Daniel Prost von Someplace Studio das Ausstellungsdesign.

Mit der Ausstellung möchtet ihr eine »neue kulturelle Sensibilität anregen«. Dafür konzentriert ihr besonders auf die »unheimliche Wirkung« von künstlicher Intelligenz. Ist dieser Ansatz der ideale Weg, um Menschen für das Thema zu sensibilisieren?

PF: Unheimlich möchte ich in dem Fall auch als un-heimlich, nicht heimlich verstehen. Ein Großteil der technologischen Bedingung findet heimlich und für uns unsichtbar statt, teils aus ökonomischer und politischer Strategie, teils weil technische Prozesse schlicht nicht auf Skalen menschlicher Kognition stattfinden, sondern machine-to-machine. Keine der Arbeiten in der Ausstellung ist in einem dystopischen Sinn unheimlich. Im Anschluss an das Überthema der Biennale »Schöne neue Werte« wollten wir mit »Uncanny Values« außerdem vielleicht auch etwas Licht auf unsere eigenen Unheimlichkeiten, also die menschlichen im Umgang mit Technologien werfen.

MW: Sigmund Freud verfasste vor ziemlich genau 100 Jahren »Das Unheimliche« und bezeichnet damit – in aller Kürze – als das »einst Vertraute, jetzt Unvertraute im Vertrauten«. Künstliche Intelligenz evoziert genau dieses Gefühl: Unsere Maschinen sprechen mit uns, analysieren unsere Emotionen, sagen unsere Wünsche und Bedürfnisse vorher, machen selbständig Vorschläge und setzen Entscheidungsprozesse in Gang. So sehr wir uns darin spiegeln ist es uns doch »unheimlich« – und zugleich vertraut. Vielfach ist uns gar nicht bewusst wann und wie oft wir ganz selbstverständlich im Alltag mit KI interagieren und dass wir alle auch unsichtbare und unbezahlte Arbeit leisten, wenn wir das tun: Das Face-Recognition Feature am iPhone X ist nur ein winziges Beispiel dafür, dass wir nebenberuflich auch KI-TrainerInnen sind. Diese Sensibilisierung versuchen wir in der Ausstellung mit den dort gezeigten Arbeiten, Interaktionen und Texten zu vermitteln.

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Foto von Marcella Ruiz Cruz

Der Titel »Uncanny Values« verbindet Sigmund Freud mit dem Robotiker Masahiro Mori. Wie würden die beiden die aktuellen technologischen Entwicklungen bewerten?

PF: Freud hat bereits 1895 Zeichnungen von Nervenzellen gemacht, die wie Schaltpläne aussahen, außerdem finden wir bei ihm den sogenannten »Wunderblock« und ein sein gesamtes Denken unterwanderndes technologisches Apriori, das den psychischen Apparat – allein diese Bezeichnung sagt alles – konstituiert. Die Medientechniken seiner Zeit bilden die Psychoanalyse ab und umgekehrt, Erinnerungen schreiben sich ein wie Signale in eine Phonographenwalze usw. Ich würde also davon ausgehen, dass es sich bei ihm heute nicht viel anders verhalten würde. Masahiro Mori ist 92. Wir sollten ihn einfach fragen, haben wir leider noch nicht gemacht. Soweit ich weiß, denkt er viel über die Lehre Buddhas, ihr Verhältnis zur Technologie und deren negative Tendenzen nach.

In der Ausstellung können wir erleben, »wie die KI das Lernen lernt«. Was kann die Kunst und der Mensch von der KI lernen?

PF: Alles. Wir sind da gerade an einem interessanten Punkt, wo es darum geht, Intelligenz zu verstehen, was natürlich nicht so gut geht, weil uns dazu nur unsere Intelligenz zur Verfügung steht und die verstehen wir eben nicht so recht. Eine Henne-AI-Situation quasi. Kunst ist ein sehr probates Mittel, um über alles das nachzudenken, weil sie eine (teils künstliche) Intelligenz ist, ebenso schwer ins letzte Detail nachzuvollziehen und eben genau deswegen Kunst. MW: Wenn man sich – beispielsweise in Trevor Paglens Videoarbeit »Behold THose Glorious Times!« ansieht, welche Bilder in der derzeit größten Machine Learning Datenbank »ImageNet« verwendet werden, um KI das »Sehen« zu lernen, lernt man zugleich sehr viel über das menschliche Konzept von Kommunikation und Zusammenleben. Kunst schafft es seit jeher, komplexe Zusammenhänge intuitiv erfassbar zu machen – auch KI.

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Foto von Marcella Ruiz Cruz

Der Standard kritisierte, dass die Ausstellung BesucherInnen ratlos zurücklasse und um »substantielle gesellschaftliche Fragen […] einen Bogen [mache]«. Fühlt ihr euch missverstanden?

PF: Mir scheint, viele wollen gerne einerseits sehen, was für geile, unheimliche, böse und pompöse Dinge KI kann und andererseits dann auch technologische und humanistische Lösungen, die ihr Leben besser machen. Ist auch verständlich, war aber nicht unser Anliegen. Es ist komplex und kompliziert, weswegen wir sicherlich viele Bögen machen, aber nicht um irgendwas herum. Für manche ist es zu viel, für manche zu wenig, so ist das halt.

MW: Interessanterweise hören wir zugleich von sehr vielen KritikerInnen, BesucherInnen und KünstlerInnen genau das Gegenteil, nämlich dass die Ausstellung dazu inspiriert, sich mehr mit dem Thema KI und den daran geknüpften gesellschaftlichen und politischen Fragen zu beschäftigen und dass sie die Zusammenhänge von KI und ihrem Leben nun besser verstehen. Es kommt darauf an mit welcher Erwartungshaltung man eine Ausstellung besucht – manchmal bekommt man anstelle von konkreten Lösungen und Antworten neue Denkanstöße und stellt dann selbst Fragen – nur so entsteht überhaupt ein Diskurs. Viele der internationalen Reviews haben uns da ganz richtig interpretiert.

Wien assoziiert man nicht primär mit Technologie und künstlicher Intelligenz. Eine Fehleinschätzung?

PF: Es ist eine Fehleinschätzung, irgendeinen Ort auf unserer Welt nicht mit Technologie und künstlicher Intelligenz zu assoziieren.

MW: Da gebe ich Paul 100% recht! Meines Wissens nach gibt es sogar eine eigene KI-Strategie der Stadt Wien, die zur Effizienzsteigerung der Stadtverwaltung eingesetzt werden soll. Das MAK ist im Kulturbereich zum Thema Technologie gern in der Vorreiterrolle – es geht ja nicht allein um die technologische, sondern auch um die soziokulturelle Verantwortung. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen und Möglichkeiten des digitalen Zeitalters haben unsere Haltung und unsere Fähigkeiten spürbare Auswirkungen darauf, wie wir Technologien nutzen, akzeptieren, verändern oder verwerfen, während wir mit ihnen zusammen unseren gemeinsamen Lebensraum gestalten.

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