pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Philipp Timischl, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Marina Sula, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Matthias Noggler, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Birke Gorm, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Anna-Sophie Berger, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Melanie Ebenhoch, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Johannes Gierlinger, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Angelika Loderer, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Lukas Posch, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Nana Mandl, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Bar du Bois, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Belvedere 21: »Über das Neue« – Ein Balanceakt

March 28, 2019
Text by Pia-Marie Remmers
pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Luisa Ziaja und Severin Dünser, KuratorInnen am Belvedere 21, haben mit Pia-Marie Remmers über ihre aktuelle Ausstellung Über das Neue gesprochen.

Mit Veröffentlichung der KünstlerInnenliste sorgte die Ausstellung »Über das Neue. Junge Szenen in Wien« im Belvedere 21 für viel Diskussionsstoff. Langsam hat sich der Wirbel gelegt. Was bleibt, sind Fragen rund um Repräsentation, institutionelle Vereinnahmung und den Sinn von Generationsausstellungen.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Philipp Timischl, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Das Format einer Generationsausstellung gab es in Wien schon früher. Unter dem Titel »Lebt und arbeitet in Wien« hat die Kunsthalle in den Jahren 2000, 2005 und 2010 zu ähnlichen Untersuchungen der jungen Wiener Szene angesetzt. Warum wird dieses Format jetzt im Belvedere 21 wiederbelebt und was ist heute anders?

LZ: Eigentlich geht die Geschichte dieses Formats in Wien noch weiter zurück: Ab den frühen 1980er-Jahren organisierte die Secession unter dem Titel »Junge Szene« alle zwei Jahre solche Ausstellungen, zuletzt 2010. Unser Untertitel referiert darauf, setzt die Szene aber in den Plural. Und in der Kunsthalle hat »Lebt und arbeitet in Wien« zuletzt 2010 stattgefunden und wurde 2015 in veränderter Form als »Destination Wien« durchgeführt. Da die Secession das Format schon lange nicht mehr macht und die Kunsthalle es so stark verändert hat, hatten wir das Gefühl, dass da eine Lücke entstanden ist, die wir durchaus angehen könnten. Wobei das Format natürlich nicht unproblematisch ist, ebenso wie die Begriffe »jung«, neu« und »Szenen«.

Es geht aber vor allem darum, jungen Künstlerinnen und Künstlern hier eine Plattform zu bieten. Natürlich passiert das alles in dem Wissen, dass es Ein- und Ausschlüsse gibt. Aber letztlich gibt es diese in jeder Ausstellung, nur werden sie in einem solchen Format wohl virulenter.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Marina Sula, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

In der Kunsthalle wurden außerdem internationale KuratorInnen eingeladen, die Wiener Szene zu entdecken und eine Ausstellung zu konzipieren.

LZ: Ja, das ist natürlich ein prägnanter Unterschied. Zum einen hatten wir aber tatsächlich auch einfach Lust, es selber zu machen und zum anderen wollten wir das Format »Lebt und arbeitet in Wien« nicht einfach kopieren.

SD: Unser Konzept geht von einzelnen künstlerischen Positionen aus, die aber auch exemplarisch für Zugänge und Praxen stehen, die in der Stadt vorhanden sind. Zu diesen 18 Künstlerinnen und Künstlern kommen noch 12 Projekträume hinzu, die abwechselnd Ausstellungen in der Ausstellung realisieren. Diese selbstorganisierten, oft von Künstlerinnen und Künstlern betriebenen Projekträume bringen andere Perspektiven in die Schau ein. Damit wollten Luisa und ich auch mehr Kuratorinnen und Kuratoren ins Boot holen, allerdings aus der Szene selbst. Wir sehen das als Angebot zur Selbstermächtigung.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Matthias Noggler, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Für wen ist diese Ausstellung?

SD: Wir kennen natürlich das Publikum des Museums und das ist sehr breit gefächert. Insofern war uns klar, dass sich die Ausstellung, neben den Insidern, an verschiedene Öffentlichkeiten richten wird. Die Ausstellung ist also nicht nur für ein Publikum gemacht, das sowieso zu den Eröffnungen in die Offspaces geht, sondern sie versucht, Schwellen abzubauen und Zugänge zu ermöglichen.

LZ: Bei den Midissagen, die alle 3 Wochen stattfinden hoffen wir, dass die jeweiligen Räume auch ihr Publikum mitbringen. Die Spaces fungieren dann als Multiplikatoren. Es ist letztlich ein Abbauen der Barrieren in viele Richtungen, zu Leuten, die lieber in Projekträume gehen als ins Museum, als auch zu denen, die normalerweise nicht in einen Space gehen, weil sie diesen gar nicht kennen und weil der Zugang für Außenstehende gar nicht so selbstverständlich und einfach ist.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Birke Gorm, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Die geografischen Grenzen der Kunstwelt lösen sich immer weiter auf. Sind Ausstellungskonzepte, die das Lokale in den Blick nehmen bei einer jungen Szene überhaupt relevant?

SD: Einerseits sind die lokalen Produktionen ja nicht mehr so einfach beschreibbar wie früher, weil die möglichen Einflusssphären sich vervielfacht haben und die Netzwerke dahinter so global geworden sind. Junge Künstlerinnen und Künstler in New York können genauso arbeiten wie junge Kunstschaffende in Österreich. Der Zugang zu Informationen ist gegeben, aber die Kontexte in denen sie diskutiert werden, sind verschieden. Das führt natürlich zu unterschiedlichen Antworten auf ähnliche Problemstellungen. Aber was auf individueller künstlerischer Ebene passiert, lässt sich schwer auf einen Standort umlegen – da läuft man schnell Gefahr, zu verallgemeinern und durch Zuschreibungen zu verkürzen. Damit ist niemandem geholfen. Was wir versucht haben ist, verschiedenen Praxen in Wien exemplarisch einzufangen. Die Ausstellung ist nicht als »best of« von uns persönlich zu verstehen, sondern als ein Versuch verschiedene Strategien zu versammeln. Da man nicht alle Künstlerinnen und Künstler zeigen kann, muss man natürlich eine Auswahl treffen, aber diese Auswahl steht auch für andere!

LZ: Außerdem glaube ich, ist es für dieses Haus zentral, eine lokale Anbindung an das institutionelle Geschehen zu schaffen und dabei eben auch die Kunstproduktion der jüngeren und jüngsten Generation zu zeigen. Uns ist es wichtig zu signalisieren, dass das Belvedere 21 für diese Künstlerinnen und Künstler ein relevanter Ort ist, ein Anlaufpunkt, um sich auszutauschen oder eben auch auszustellen.

SD: Ein Grund diese Ausstellung zu machen war auch, dass im Moment viele Umbrüche stattfinden und wir zeigen wollten, wie jüngere KünstlerInnen damit in ihrem Schaffen umgehen. Wir haben da schon ein paar Sachen identifiziert.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Anna-Sophie Berger, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Inwiefern stehen die von euch ausgewählten KünstlerInnen und ihre Arbeiten also stellvertretend für eine neuartige Kunstproduktion in Wien?

LZ: Wir zeigen eigenständige Positionen, die sicher in einem Kontext stehen, diesen aber nicht unbedingt repräsentieren. Und hätten wir die Ausstellung vor einem halben Jahr gemacht oder würden wir sie ein halbes Jahr später machen, wäre die Zusammenstellung sicher anders. Ich würde das viel dynamischer und auch offener sehen. Bis zu einem gewissen Grad sind die Ergebnisse solcher Prozesse ja auch kontingent und von vielen Faktoren abhängig.

SD: Es besteht die Gefahr, etwas sofort festzuschreiben und einer ganzen Generation überzustülpen. Das würde sowohl den Einzelpositionen nicht gerecht, als auch den Szenen in Wien. Natürlich haben wir Beobachtungen gemacht, beispielsweise, dass es wieder viele Künstlerinnen und Künstler gibt, denen der handwerkliche Aspekt wichtig ist oder etwa viele andere, die sich mit Fragen rund um Identität und Repräsentation beschäftigen. Es war uns wichtig, dass sich solche Tendenzen auch in der kuratorischen Auswahl widerspiegeln – allerdings als Positionen mit individuellen Ausdrucksformen, nicht als Stellvertreterinnen. Wir haben eher versucht eine Atmosphäre zu fassen, eine Dynamik und ein breites Spektrum abzubilden.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Melanie Ebenhoch, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Auf der einen Seite gab es Kritik daran, dass die Ausstellung zu stark kuratiert sei, zu sehr kategorisiert. Auf der anderen Seite war der Vorwurf, es gäbe kein kuratorisches Konzept und die Aufgabe des Kuratierens wird an die Projekträume weitergegeben. Das sind ja zwei Kritikpunkte, die sich diametral gegenüber stehen.

LZ: Also ich finde das kuratorische Konzept eigentlich ziemlich klar. Es hat mindestens zwei Elemente. Erstens: Unsere Auswahl, die natürlich subjektiv ist, von zwei Personen, die viel in Wien unterwegs sind, aber natürlich auch nicht alles abdecken können. Zweitens: Insgesamt zwölf Ausstellungen in der Ausstellung, kuratiert von den BetreiberInnen Wiener Projekträume,Projekträume, und damit viele weitere, oft kollektive Perspektiven auf künstlerische Produktion und die Szenen in Wien.

SD: Da es sich bei diesem Ausstellungsformat ohnehin um einen heiklen Balanceakt zwischen verschiedenen Begehrlichkeiten und Bedingungen handelt, liegt es meiner Meinung nach in der Natur der Sache, dass man nicht alle Erwartungen gleichermaßen erfüllen kann. Man kann nur probieren, einem Gleichgewicht möglichst nahe zu kommen.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Johannes Gierlinger, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Wieso habt ihr euch dafür entschieden so häufig Eröffnungen zu machen und nicht eine andere Form von Rahmenprogramm in Erwägung gezogen?

SD: Es waren vor allem pragmatische Gründe, weil wir nicht genügend Platz haben, alle Spaces gleichzeitig zu zeigen. Aber es ist kein Rahmenprogramm, wir nennen es zwar Midissagen, aber es sind reguläre Eröffnungen.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werk von Angelika Loderer, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Aber wieso gibt es zum Beispiel keine Diskussionsrunden oder Talks, nach dem ja so viel über die Ausstellung gesprochen wurde, auch innerhalb der Szene. Hätte man diesen Stimmen nicht auch einen Raum geben können?

SD: Einerseits hatten wir uns solche Formate überlegt, andererseits waren wir schon auf so vielen Talks zum Thema Standort, bei denen einfach nichts Konstruktives herausgekommen ist. Das hängt aber nicht damit zusammen, dass wir uns den Diskussionen zur Ausstellung nicht stellen wollen. Wir machen sehr viele KuratorInnenführungen, die dialogisch angelegt sind.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Lukas Posch, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Was sagt das über die Entwicklung von freien Projekträumen, wenn die Wiener  Offspaces gerade von Institutionen und Galerien, wie jetzt gerade bei euch im Belvedere 21 und gleichzeitig in der Galerie Kargl, repräsentiert werden?

LZ: Vor einer Vereinnahmungsgeste durch die Institution hatten wir natürlich Respekt. Uns ist bewusst, dass wir hier als Institution agieren und sich die Voraussetzungen und Produktionsbedingungen sehr unterscheiden. Projekträume arbeiten prekär und mit ganz anderen Ökonomien, die stark auf Selbstorganisation, Tausch und Engagement basieren. Deshalb war uns wichtig, für jeden Raum ein Produktionsbudget zu haben, über das frei verfügt werden konnte. Wir haben gehofft, dass es von den Räumen als Einladung verstanden wird, bei der es um eine andere Form von Sichtbarkeit geht, verbunden mit der Möglichkeit, ein anderes Publikum zu erreichen.

SD: Man muss dazusagen, dass wir ja selbst auch ständig auf Eröffnungen in diese Projekträume gehen. Also ich glaube wir als Personen sind dort keine Fremdkörper, so dass die Betreiberinnen und Betreiber der Projekträume es hoffentlich auch von Vornherein nicht als feindliche Übernahme oder Vereinnahmung wahrgenommen haben.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Werke von Nana Mandl, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Wie viel Raum, Geld, Zeit und Freiheit stand den KünstlerInnen und KuratorInnen zur Verfügung, um ihre Ideen zu realisieren?

SD: Die Spaces hatten eine totale Carte Blanche, ohne Einmischung durch uns. Mit den Künstlerinnen und Künstlern haben wir gemeinsam diskutiert, wie man das eigene Schaffen am besten kontextualisieren könnte.

LZ: Im Rahmen der Ausstellung wollten wir auch unbedingt neue Arbeiten ermöglichen. Für jede künstlerische Position gab es ein kleines Produktionsbudget, das bei allen gleich war, unabhängig davon wie aufwändig die Arbeiten sind. Auch die Produktionsbudgets für die Projekträume waren bei allen Spaces gleich.

pw-magazine-vienna-belvedere-21-junge-szene-wien-kunst
Ausstellungsansicht »Über das Neue. Junge Szenen in Wien«, Bar du Bois, Belvedere, Wien, 2019. Foto von Marie Haefner

Das Ausstellungsplakat zeigt einen kitschigen Stock-Photo-Sonnenaufgang und der Titel mutet ironisch an, ein Versuch sich dem Ganzen humorvoll zu nähern?

LZ: Ja, natürlich! Ehrlich gesagt, hat uns total überrascht, dass die Ironie in der Bild-Text-Kombination bei manchen nicht so angekommen ist und sie annehmen, dass wir glauben, tatsächlich das absolut Neue zu zeigen. Es ist nicht nur, aber eben auch ironisch gemeint.

SD: Das Logo ist ein Sonnenaufgang oder -untergang, je nachdem wie man das sehen will. Es überhöht auf jeden Fall den Titel »Über das Neue« und nimmt ihn nicht ganz ernst. So ein bisschen daneben sollte es sein, unhandlich und deppert, eben wie der Begriff des Neuen selbst!

Next article

»Sans Culottes«: Geht ein Arsch ins Theater … und tanzt

About

PW-Magazine is a bilingual online magazine for contemporary culture.