Young Art Spaces: Sophie Tappeiner © Laura Schaeffer Young Art Spaces: Sophie Tappeiner © Laura Schaeffer
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Sophie Tappeiner

Vienna Art Spaces: Sophie Tappeiner

February 15, 2018
Text by Marie-Claire Gagnon & Amar Priganica
Young Art Spaces: Sophie Tappeiner © Laura Schaeffer
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In der Reihe Vienna Art Spaces gibt das PW-Magazine einen Einblick in die dynamische Landschaft der jungen Räume für zeitgenössische Kunst in Wien.

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Sophie Tappeiner

Wie ist die Galerie entstanden? Was hat dich dazu motiviert, eine Galerie zu gründen?

Der Wunsch, selbst eine international agierende Galerie zu gründen, ist aus zwei Beobachtungen heraus gewachsen: als ich vor mittlerweile vier Jahren nach Wien zurückgezogen bin, ist mir aufgefallen, dass es eine spannende, aktive Kunstszene, jedoch auch einen Bedarf an jungen Galerien gibt. Auf einer persönlicheren Ebene habe ich festgestellt, dass enge, nachhaltige Zusammenarbeit mit KünstlerInnen besonders fruchtbar sein kann. So entstand der Gedanke: jetzt oder nie.

Worin siehst du als Galeristin deine Aufgaben?

Zu den wesentlichen Aufgaben einer Galerie zählen für mich das Fördern der KünstlerInnen, mit denen man zusammenarbeitet, der intensive Austausch, das Entwickeln gemeinsamer Projekte und das Eingehen von Risiko. Auch ist es essentiell, gute Kontakte zu Institutionen, KritikerInnen, KuratorInnen und anderen Galerien zu etablieren, sowie junge SammlerInnen aufzubauen.

Wie positioniert du deine Galerie in der Wiener Kunstszene? Was macht sie besonders und wie grenzt du dich ab?

Es war mir wichtig einen Ort zu schaffen, an dem häufige Begegnungen und ein intensiver Diskurs stattfinden können – deshalb war mir die Lage der Galerie besonders wichtig. Das Programm der Galerie ist international und stark mit meiner Generation verknüpft. Material und Körper interessieren mich. Ich  arbeite vermehrt mit weiblichen Positionen, die, wie auch viele andere Stimmen, auf dem Kunstmarkt unterrepräsentiert sind.

Wie sieht dein Programm aus? Auf was blickst du zurück und was können wir in der Zukunft erwarten?

Die Galerie ist noch kein Jahr alt – sie wurde im Mai 2017 eröffnet. Bisher kann die Galerie auf fünf Ausstellungen zurückblicken – im April nehmen wir an unserer ersten Kunstmesse Teil: MiArt in Mailand. Zu den kommenden Ausstellungen zählen Einzelausstellungen von Sophie Thun und Lone Haugaard Madsen.

Worauf setzt du deinen Fokus bei der Auswahl der KünstlerInnen?

Bei der Auswahl von Ausstellungen beziehungsweise KünstlerInnen kommt wohl immer eine Kombination an diversen Faktoren zum tragen. An erster Stelle stehen die Arbeiten selbst, Einfluß haben aber unter Anderem auch der Werdegang der KünstlerInnen, Intuition und die Frage, ob man gut zusammenarbeiten kann.

Gibt oder gab es bisher irgendwelche Schwierigkeiten oder Probleme – seien es die Behörden oder die allgemeine Stimmung in Wien?

Insgesamt fühle ich mich als Jungunternehmerin in Wien gut beraten und auch gefördert – von Behörden ebenso wie von KollegInnen.

Warum ist gerade Wien aktuell so ein spannender Ort um Ausstellungen zu gestalten?

In den letzten Jahren hat Wien auch im internationalen Kunstbetrieb mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ich denke das liegt an der steigenden Internationalität der Stadt. Aktuell lassen sich hier zahlreiche internationale Kreative nieder, da die Stadt trotz hoher Lebensqualität leistbarer ist als andere europäische Großstädte. Aufgrund ihrer Geschichte verfügt die Stadt über eine starke kulturelle Infrastruktur mit diversen staatlich geförderten Initiativen und Universitäten. Hoffen wir, dass es so bleiben wird!

Text von Amar Priganica und Marie-Claire Gagnon
Fotos von Laura Schaeffer

Sophie Tappeiner
An der Hülben 3
1010 Wien
www.sophietappeiner.com

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About

PW-Magazine is a Vienna-based online magazine for contemporary culture. By giving voice to a wide array of cutting-edge personas in art and culture, the magazine promotes diversity and a broad mix of artistic expression. The editorial team is tasked not only with reflecting current cultural production, but also with creating new visual content. The platform works with open structures and attaches great importance to collaborations that create new links between cultural creators and the public.
PW-Magazine was founded in May 2016 by Christian Glatz and Phil Koch.

Contact

editorial@pw-magazine.com

Team

Marie-Claire Gagnon
Christian Glatz
Ada Karlbauer
Phil Koch
Amar Priganica
Julius Pristauz
Laura Schaeffer

Authors

Hannah Christ
Elisabeth Falkensteiner
Wera Hippesroither
Juliana Lindenhofer
Pia-Marie Remmers
Alexandra-Maria Toth